MIT Saar fordert Umdenken bei der IG Metall

MIT Saar fordert Umdenken bei der IG Metall

Wegner: Gewerkschaft verringert kontinuierlich ihren Einflussbereich

Der Landesvorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU Saar (MIT Saar), Bernd Wegner MdL, kritisiert die Forderungen der IG Metall im aktuellen Tarifkonflikt: „Die größte Einzelgewerkschaft in Deutschland befindet sich mal wieder im Arbeitskampf und möchte die 28-Stunden-Woche für zwei Jahre mit Rückkehrrecht in die Vollzeitbeschäftigung umsetzen. Dabei sollen auch noch 6 Prozent Gehaltsverbesserung durchgesetzt werden sowie eine Ausgleichszahlung bei der 28-Stunden-Woche für die unteren Einkommen. Dabei verliert die Gewerkschaft aus den Augen, dass ihre Forderungen bereits für die großen Unternehmen in der Metall- und Elektroindustrie sicherlich nur schwer umsetzbar wären. Noch gravierender sähe es für die sehr vielen kleineren und mittelständischen Unternehmen in dieser Sparte aus, die in keiner Weise Ressourcen und Fachkräftepotenzial haben, um solche Forderungen ohne Leistungsverluste stemmen zu können. Diese Unternehmen würden sicher in großer Zahl aus den Arbeitgeberverbänden getrieben, denn nur so könnten sie den Absprachen der Tarifpartner entgehen.“

 

Der Trend zur Tarifflucht sei in den letzten 20 Jahren immer stärker geworden, so Wegner. Der Einflussbereich der Tarifpartner – arbeitgeber- wie arbeitnehmerseitig – werde dadurch immer geringer und folglich auch der Einfluss der „großen“ IG Metall bei jedem überzogenen Tarifabschluss kleiner und kleiner. Bei einer solchen uneinsichtigen, ideologisch orientierten Tarifpolitik müsse man sich um den sozialen Frieden in Deutschland Sorgen machen. „Der Trend zur Entmachtung der Gewerkschaften ist eine selbstverschuldete Tatsache mit bedenklichen Folgen für das Tarifrecht und die Tarifautonomie. Die MIT Saar fordert eine Wende zur Vernunft und eine stärkere Differenzierung zwischen der Industrie und den mittelständischen Unternehmen.“