MIT Saar unterstützt Exit-Vorschläge

Gillen fordert klaren Fahrplan zum Wiederanfahren der Wirtschaft

Die Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) Saar fordert, dass die Bundesregierung und die Ministerpräsidenten bei ihrem Treffen am Mittwoch einen klaren Exit-Fahrplan erarbeiten: „Wir brauchen eine Perspektive, wann das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben vorsichtig wieder aufgenommen werden kann“, Sarah Gillen MdL, Landesvorsitzende der MIT Saar. „Es geht nicht um eine Rückkehr zu vollständiger Normalität. Aber man sollte schon festlegen, in welchen Stufen und unter welchen Auflagen unser Geschäfte, Schulen und Behörden im Saarland wieder geöffnet werden, und wann private und berufliche Treffen stattfinden können.“

Dabei sei nicht der konkrete Tag entscheidend, so Gillen: „Wichtig ist nur, dass eine Perspektive absehbar ist. Dies wird sicher nicht die Disziplin mindern, sondern sie im Gegenteil erhöhen.“ Gillen unterstützt dabei die Vorschläge der Leopoldina-Wissenschaftler. „Das Wiederanfahren des Wirtschaftslebens darf natürlich nur unter Beachtung strenger Auflagen zum Gesundheitsschutz erfolgen. Es gibt keinen Gegensatz ‚Wirtschaft versus Gesundheitsschutz‘, sondern es geht um Wirtschaft mit Gesundheitsschutz.“

Konkret fordert die MIT Saar folgende Auflagen und Bedingungen:

  • Verpflichtender Mundschutz in Einzelhandelsgeschäften und überall dort, wo Kundenkontakt besteht. Das Stichwort müsse lauten: Erst Mundschutz auf, dann Geschäfte auf.
  • Strikte Abstandsregeln und Hygienevorschriften, die in Zusammenarbeit mit Experten für jede Branche zu erarbeiten sind. „Hygiene, Abstand und Mund-Nasenschutz sind derzeit unsere stärksten Antworten auf das Virus“, so Gillen.
  • Einsatz einer EU-weiten Warn-App, um Kontakte mit infizierten Personen zurückverfolgen zu können.

Wichtig ist der MIT Saar, dass der Einstieg ins Wirtschaftsleben bundesweit einheitlich organisiert wird: „Es verstehen weder Unternehmer noch Verbraucher, wenn Baumärkte in einem Bundesland schließen müssen, während sie im benachbarten Bundesland geöffnet sind. Wir brauchen bundesweit einheitliche Standards, die nur in bestimmten Fällen regionale Ausnahmen zulassen“, sagt Gillen.

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